Das Gymnasium ist Teil eines gegliederten Schulsystems, das sich meist dreiteilig aus Haupt- und Realschule und dem zur Hochschulreife erweitertem Gymnasium zusammensetzt. Während die Schüler der Haupt- und Realschulen in der Regel nach dem Abschluss der 10. Klassenstufe einen Schulabschluss haben, mit dem sie dann ins Berufsleben oder einer Ausbildungserweiterung einstigen können, schließen die Gymnasiasten, die Schüler der Gymnasien, ihre Schulzeit erst nach 12 bis 13 Jahren mit dem Abitur ab, erwerben damit aber auch gleichzeitig die Zulassungsvoraussetzung zu einer weiterführenden Universität.
Die Herkunft des Wortes Gymnasium liegt im antiken Griechenland: Das damalige Gymnasion diente der Ausbildung der jungen Männer, sowohl in körperlicher wie intellektueller Hinsicht, wobei der körperlichen Ertüchtigung anscheinend der Vorrang gewährt wurde. Dennoch erhielten hier die Jungen und jugendlichen Männer auch eine umfassende Bildung. Heute verwenden wir den Begriff in seiner latinisierten Form und bezeichnen damit eine Schule der höheren Bildung sowohl für Jungen, als auch für Mädchen.
Die Gymnasien selbst lassen sich zudem noch in unterschiedliche Formen einteilen: Zunächst kann hier das so genannte Humanistische Gymnasium erwähnt werden, das seinen Schwerpunkt auf den Unterricht und die Vermittlung der alten Sprachen wie Latein und Alt-Griechisch legt. Daneben gibt es die neusprachlichen Gymnasien, die ebenfalls als Abschluss das Abitur beinhalten, ihren Schwerpunkt aber auf die Vermittlung der neueren Sprachen wie Englisch, Französisch und Spanisch legen. Etwas neuer ist die Form der mathematisch-naturwissenschaftlichen und der naturwissenschaftlich-technologischen Gymnasien, die ihren Schwerpunkt von den Sprachen weg hin zu ihrem Namen entsprechenden Bildungsmöglichkeiten bewegt haben.
